Ensemble La Meraviglia

Konzert im Musikinstrumentenmuseum Berlin Mai 2016La Meraviglia ist ein kleines Barockensemble aus professionellen Musikern, das Musik aus der Zeit des Barock (1600- 1750) zu neuem Leben erweckt.

Seit 2008 spielt La Meraviglia unter der Leitung von Vera Petry Barockmusik in variierenden Besetzungen (3 oder 4 Musiker) auf Instrumenten, die nach historischem Vorbild angefertigt wurden in der Besetzung Blockflöte, Barockvioline, (Barockcello) und Cembalo.

La Meraviglia (= ital. das Wunder) lädt Sie als Konzertbesucher dazu ein, sich auf eine kleine musikalische Zeitreise ins 17./ 18. Jahrhundert zu begeben.

Programmvorschläge :


”Nicht gnug dass nur die Noten klingen…”- Musik von Telemann & Co.
“Und wie wäre es möglich, mich alles dessen zu erinnern, was ich zum Geigen und Blasen erfunden?”* Georg Philipp Telemanns zahlreiche Kompositionen sind wie seine Lebensgeschichte: voller origineller Einfälle und Überraschungen, “nicht dramatisch, nicht heroisch oder gar tragisch, aber sie ist fesselnd.”**
Telemann (1681 – 1767), Musiker und Komponist zunächst gegen den Willen seiner Familie und zeit seines Lebens Autodidakt in Musiktheorie und Instrumentalspiel, gilt als einer der angesehensten Komponisten des 18. Jahrhunderts.
Er war befreundet mit Händel und Bach und Virtuosen wie dem Geiger Pisendel und gilt als massgeblicher Erfinder des “vermischten Geschmackes”, denn er hat es verstanden, scheinbar unvereinbar gegensätzliche Stilelemente der italienischen und französischen Barockmusik, der slavischen Volksmusik und der neu aufkommenden galanten Spielart in individueller Art und Weise zu verschmelzen.
In diesem wunderbar abwechslungsreichen und unterhaltsamen Programm erfahren die Zuhörer Spannendes und Amüsantes über Telemanns bewegtes Leben und seine musikalische Leistung im Umgang mit den buchstäblich tonangebenden Nationen Italien und Frankreich. Vor allem aber lässt La Meraviglia eine Vielfalt an zauberhafter Barockmusik erklingen von Telemann und seinen europäischen Zeitgenossen, gespielt auf Blockflöten, Violine, Viola da gamba und Cembalo.

* Matthesons “Ehrenpforte” (1740)
**(K. Grebe, Reinbek bei Hamburg 1970)


LA MERAVIGLIA DELLA VITA – Italienische Musik des Frühbarock

Das künstlerische Schaffen italienischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten und Kapellmeister in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts überdauerte Pest und 30jährigen Krieg.
Von schmachtender Liebe und strahlender Lebensfreude bis hin zu (Liebes)leid und Trauer umfasst dieses Programm alle musikalischen Affekte.

Mit Werken von Rossi, Marini, Uccellini u.a.





TAUSEND GÜLDEN - Venezianische Barockmusik am Habsburger Hof

Wien 1619 bis 1740: Italien, insbesondere Venedig, ist der musikalische Orientierungspunkt unter den habsburgischen Kaisern, von Ferdinand II. bis Karl VI.
Italienische Komponisten wie Giovanni Valentini und Antonio Bertali werden als Hofkapellmeister nach Wien berufen, die Ausbildung namhafter Musiker erfolgt auf kaiserliche Weisung in Italien.
Einheimische Komponisten und Hofmusiker wie Johann Joseph Fux und Johann Heinrich Schmelzer prägen aus der tonangebenden italienischen Tradition heraus den charakteristischen Stil österreichischer Barockmusik.

Mit Werken von A. Bertali, J.J. Fux, J.H. Schmelzer u.a.





LES FETES DE LA COUR – Höfische Musik aus der Zeit Ludwig XIV.
„ La musique c´est moi“ könnte ein Zitat des Sonnenkönigs gewesen sein, der an seinem Hofe den in Europa einzigartigen französischen Musikstil bis zur Perfektion kultivierte.
Ein Programm mit kunstvoll verzierter und stilistisch verfeinerter Barockmusik,
mit Werken von Couperin, Philidor, Hotteterre u.a.